Einführung in die Bildverarbeitung

Vorlesung an der Universität Oldenburg

Sommersemester 2007

Zeit:Mo 10-12
Ort:W02 1-143
Veranstalter:Dr. Tobias Preusser, CeVis, Universität Bremen
Voraussetzungen:Grundstudium in Mathematik, Physik oder Informatik

Blind deconvolution: Ein unscharf aufgenommenes Bild wird nachträglich geschärft. (Links: Aufnahme des Hubble-Teleskops mit fehlerhafter Optik.)

Denoising: Ein verrauschtes Bild wird entrauscht und für eine weitere Analyse vorbereitet. (Links: Schnitt durch eine CT-Aufnahme eines menschlichen Kopfes.)

Inhalt der Vorlesung

In dieser Vorlesung geht es um die mathematischen Grundlagen der digitalen Bildverarbeitung.

Der erste Teil der Vorlesung stellt einen Werkzeugkasten von Methoden bereit mit dem diskret gegebene Bilder behandelt werden. Ein Bild ist dabei eine Matrix wobei die Einträge den Grauwert der jeweiligen Pixel beschreiben. Mit elementaren Methoden wie Pixeloperationen, Histogrammen, Nachbarschaftsoperationen und globalen linearen Transformation sollen einige der grundlegenden Probleme der Bildverarbeitung gelöst werden: Entrauschen, Segmentieren, Kanten erkennen, Scharfzeichnen, Komprimieren.

Für den zweiten Teil der Vorlesung wechseln wir den Standpunkt und nehmen Bilder als Funktionen auf Gebieten an. Hier ist ein Bild eine Funktion auf den Einheitsquadrat wobei die Funktionswerte den Grauwert an der jeweiligen Stelle beschreiben. Diese kontinuierliche Sichtweise eröffnet neue Möglichkeiten wie zum Beispiel Methoden der Differentialgeometrie oder die Anwendung von partiellen Differentialgleichnuhgen.

Im letzten Teil der Vorlesung wird beschrieben, wie grundlegende Bildoperatoren axiomatisch charakterisiert werden können - insbesondere werden wir sehen, dass partielle Differentialgleichungen eine besondere Rolle unter den Bildoperatoren spielen.