Lange Nacht der Mathematik

Im Stundentakt gibt es Vorträge zur Mathematik. Nicht irgendwelche, sondern unterhaltsame und informative. Dafür bürgen die Referenten, die allesamt gute Noten bekommen haben - von ihren Studenten im Beurteilungsforum "MeinProf.de".

Zeit: 16. Mai 2008, 20 Uhr bis ca. 3 Uhr

Ort: Hörsaal am GW1

siehe Uniplan unten links

Zeit- und Themenplan

Zeit Vortragende(r) Hochschule Internet Thema
20 - 21 Uhr Dr.Martin Scheer TU Dortmund eigene Homepage
MeinProf.de
Spaß mit (und trotz?) Moore-Penrose-Inversen!
21 - 22 Uhr Prof. Dr. Christian Zylka FH Erfurt eigene Homepage
MeinProf.de
Über interessante Kurven
22 - 23 Uhr Prof. Dr. Jutta Arrenberg FH Köln eigene Homepage
MeinProf.de
Die Ungleichung von Bunjakowski-Schwarz
und ihr Nutzen für den Alltag
23 - 00 Uhr Prof. Dr. Armin Saam FH Koblenz MeinProf.de Wo ist die Grenze zwischen Konvergenz und Divergenz?
Ein unendlicher Lupenblick auf die harmonischen Reihen
00 - 01 Uhr Prof. Dr. Timm Sigg HS Esslingen eigene Homepage
MeinProf.de
Imaginäre Zahlen in einer realen Welt - wozu?
01 - 02 Uhr PD Dr. Mike Scherfner TU Berlin eigene Homepage
MeinProf.de
Vom Skalarprodukt zur Metrik:
Geometrie macht unser Universum!
02 - 03 Uhr Prof. Dr. Roland Hornung FH Regensburg eigene Homepage
MeinProf.de
Rettet die Mathematik vor dem Verderben? -
Mathematische Methoden und verderbliche Lebensmittel

Kurzbeschreibungen zu den Themen

Martin Scheer, Spaß mit (und trotz?) Moore-Penrose-Inversen!
Neben einer (kleinen) Reise durch die lineare Algebra (lineare Abbildungen / Matrizen / Lösen von Gleichungssystemen / (verallgemeinerte bzw. Moore-Penrose-) Inverse) - wird auch die Frage "Kann man wirklich "Spaß" - oder nennen wir es besser "Freude" - haben in/an einer Mathematik-Vorlesung?" beleuchtet.
Auf (hoffentlich) unterhaltsame Weise werden wir uns dieser Problematik stellen.
Der mathematische Teil sollte von interessierten Oberstufenschülern - bis auf etwaige Details - problemlos verstanden werden können.

Christian Zylka, Über interessante Kurven
Wir beschäftigen uns mit den einfachsten Rollkurven und ihren Verwandten. Dabei werden einige ihrer mathematisch aufregenden und technisch nützlichen Eigenschaften vorgestellt.
Mathematisch aufgeweckte Schüler (ab11. Klasse) sollten die Vorlesung komplett verstehen können.

Jutta Arrenberg, Die Ungleichung von Bunjakowski-Schwarz und ihr Nutzen für den Alltag
Papier ist bekanntlich geduldig. Es gibt viele schöne mathematische Formeln. Anhand der so genannten Schwarzschen-Ungleichung soll – auch für mathematische Laien verständlich – gezeigt werden, welchen Nutzen diese Ungleichung für die Praxis hat.

Armin Saam, Wo ist die Grenze zwischen Konvergenz und Divergenz? Ein unendlicher Lupenblick auf die harmonischen Reihen
Gibt es eine genaue Grenze zwischen Konvergenz und Divergenz bei unendlichen Reihen? Ein erster Schritt zu einer Antwort wird an den harmonischen Reihen vollzogen, also an Summen über 1/k^a (k = 1,2,3,...). Doch der Lupenblick auf die kritische Stelle gelingt erst mit Hilfe des Verdichtungssatzes. Mit diesem Schlüssel sind wir in der Lage, einen "Punkt" unendlich aufzufächern, und das sogar unbegrenzt oft!
Das Thema setzt relativ wenig voraus. Ein Oberstufenschüler sollte alles Wesentliche verstehen.

Timm Sigg, Imaginäre Zahlen in einer realen Welt - wozu?
Die Formulierung der natürlichen Zahlen ist zunächst mal eine sehr intuitive Angelegenheit. Auch auf Brüche und reelle Zahlen stößt man mit entsprechenden konkreten Fragestellungen rasch. Schon die negativen Zahlen aber verlangen einen gewissen Abstraktionsgrad. Noch im 16. Jhdt. wurde dabei von falschen oder fiktiven Zahlen gesprochen.
Wozu aber bitteschön muss ich die Gleichung x2 = -1 lösen können, wenn mir nicht einmal eine reale Fragestellung dazu einfällt?
Und noch was: Geht diese Erfindung „neuer“ Zahlen immer weiter oder ist mit den komplexen Zahlen endgültig Schluss?

Mike Scherfner, Vom Skalarprodukt zur Metrik: Geometrie macht unser Universum!
Jeder hat eine Idee davon, was Abstand und Winkel sind. Aber verstehen wir auch sofort, welche Tragweite das alles hat? Wenn nein, kann dieser Vortrag helfen! Wir machen eine entspannte Wanderung, die uns schnellen Schrittes zu einem Gipfel führt, von dem aus wir das Universum bei seinen Übungen zur Geometrie beobachten können. Wir benötigen dafür kein schweres Gepäck, sondern nur ein wenig Vorstellungskraft, lineare Algebra und Neugierde.

Roland Hornung, Rettet die Mathematik vor dem Verderben? - Mathematische Methoden und verderbliche Lebensmittel
Bestellt/produziert man zu viele VERDERBLICHE Levbensmitteln ( wie Firschkäsebaguettes, Sahnetorten, Quarktaschen, Eiersalat, Hackfleisch oder Kartoffelsalat, usw.. ), muss man nach Ablauf der - meist sehr kurzen - Haltbarkeitsdauer die nicht verkauften Reste oft teuer entsorgen. Bestellt/ produziert man zu wenig, hat man Image-Probleme und entgangenen Gewinn. Dieses Dilemma kann man oft mittels mathematischer Methoden ( wie Prognose und Logistik und Optimierung ) mildern.

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